Die Vereinschronik des VSV Büchig 1906/50 e.V.

Die Vereinschronik des VSV Büchig wurde nach intensiver und zeitaufwendiger Arbeit vom langjährigen Vereinsmitglied Volker Wipfler erarbeitet und aktualisiert.
Falls Vereinsmitglieder oder anderweitige Personen noch alte Unterlagen, sprich alte Bilder oder Schriftstücke unseres VSV Büchig aufbewahren sollten, wäre es erfreulich, wenn diese zur Verfügung gestellt würden.

Melden kann man sich per Mail unter v.wipfler@vsv-buechig.de oder per Fon 0162 9049060.

Als das Vereinsleben erwachte und begann!!!

1950In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg erwachte fast überall ein neuer Geist für den Fußballsport. Neue Plätze entstanden, vorhandene wurden erweitert. Auch die Einwohner des damals sehr kleinen Büchig hatten Interesse an diesem Volkssport. Wollte damals ein Büchiger ein Fußballspiel sehen, musste er, zumeist mit dem Fahrrad, einige Kilometer fahren. So war der Gedanke naheliegend einen eigenen Fußballverein zu gründen. Bei der Generalversammlung des damaligen Turnvereins, der einen gemeindeeigenen Platz hatte, wurde der Antrag auf Gründung einer Fußballabteilung abgelehnt, da der TV, neben den Turnern zwei Faustballmannschaften hatte. Trotzdem gaben die Fußballinteressierten ihren Entschluss nicht auf eine geeignete Sportstätte zu finden, was nach langen und hartnäckigen Verhandlungen mit den Pächtern schließlich gelang. Nun war der Weg zur Gründung des Fußballvereins frei. Somit wurde am 13. 3. 1950 von 16 Herren der Fußballverein gegründet. Die Vereinsfarben wurden mit weiß-rot gewählt. Nach der Wahl zum 1. Vorstand gab Hans Schmidt sofort die Parole aus: Wir müssen das Areal in Stand setzen und benötigen unbedingt neue Mitglieder, da 16 Herren nicht alles bewältigen, bzw. bezahlen können. Da der Platz geschont werden musste, wurden die Spiele auf teilweise weit entfernten Plätzen ausgetragen. Nur war die Frage: Wie dort hin kommen? Selbst ein Fahrrad war zur damaligen Zeit keine Selbstverständlichkeit. Die Infrastruktur in der heutigen Form war natürlich auch nicht da.

Clubhaus des VSV Büchig 19521952Da die Umkleidemöglichkeiten und Waschgelegenheiten des damaligen Vereinslokals ziemlich weit auseinander lagen, kam man im Frühjahr 1952 mit dem Turnverein überein ein Häuschen, in der Größe 10 x 8 Meter, zu erstellen.

Baubeginn war im Frühjahr 1952.

Bereits im Spätjahr des gleichen Jahres konnten dann bereits die Bauarbeiten abgeschlossen werden.

1953Mannschaft des VSV Büchig von 1957Leider waren noch keine Duschräume vorhanden, dafür hatte man aber einen Brunnen.
Am 28. 2. 1953 fusionierten schließlich die Abteilung Fußball mit den Turnern und man einigte sich auf den Namen Vereinigter Sportverein 1906/50 Büchig.
Der Fußballvorstand, Friedrich Beideck übernahm das Amt des ersten Vorstands nach dem Zusammenschluss und der damalige Vorstand des Turnvereins, Emil Schlimm, wurde zum zweiten Vorstand gewählt. Sogleich wurde beschlossen eine Veranstaltungshalle, sowie eine Umkleidekabine mit Duschgelegenheit zu bauen. Zur Weihnachtsfeier 1953 war auch diese Arbeit beendet.

1967Im Jahre 1967 war schließlich der Zeitpunkt gekommen, die in 1953 erbaute Halle abzureißen um eine Sporthalle mit der Länge von 34 Metern anzubauen.
Um möglichst vielen Mitgliedern die Möglichkeit der sportlichen Betätigung beim Sportverein zu bieten, wurde zudem eine vollautomatische Kegelbahn erstellt.
Ein Blockhaus für die vorhandenen Gerätschaften für die Sportplatz- und -geländepflege war ebenso erforderlich wie eine Toilettenanlage für die Kegelbahn.

1. Mannschaft des VSV Büchig Saison 1969/70Öffentlicher Brief der Verwaltung:
"Mit Freude vernehmen wir die große Anteilnahme unserer Ortsbewohner, mit welcher sie unseren Erweiterungsbau des Sportheims verfolgen. Dies ist für uns ein Beweis, dass die von uns begonnene Sache keine vereinsinterne Angelegenheit unseres Vereinigten Sportvereins mehr ist, sondern dass der ganze Ortsteil Büchig mit angesprochen wurde. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die schon seit Jahren herrschende Platzfrage, wie sie immer wieder bei Veranstaltungen aufgetreten ist, endlich zu beseitigen. Der Umbau umfasst eine erhebliche Vergrößerung der Halle, sowohl in Länge, Breite wie auch in der Höhe. Die erhöhte Bühne mit sich anschließenden Sitzungsräumen bildet den Abschluss. Dieser Teil ist unterkellert, in welchem sich Umkleide- und Geräteräume, Dusch- und Waschräume sowie der Heizungsraum befinden. Entlang der Westseite wird sich die Kegelbahn anschließen. Der Wirtschaftsraum hat eine komplette Holzverkleidung.
Eine Heizungsanlage für das gesamte Sportheim einschließlich Wohnung beschließt unsere Arbeiten. Dieses Objekt kann nach Fertigstellung in seiner Art so vielseitige Verwendung finden, dass es damit allen örtlichen Erfordernissen gerecht werden wird. Dem Erweiterungsbau entsprechend sind auch die Baukosten. Sie übersteigen weit die 150 000-DM-Grenze und müssen vorerst ausschließlich durch fremde Mittel finanziert werden.
Clubhaus des VSV Büchig 1975 mit VeranstaltungshalleAllein die Zinsen bedeuten bei einem solchen Kapital für uns enorme Belastungen. An öffentlichen Zuschüssen können höchstens 30 bis 40 Prozent der Baukosten erwartet werden, womit jedoch frühestens in zirka ein bis zwei Jahren zu rechnen sein wird. Es verbleibt dann immer noch eine gewaltige Summe für unseren Verein zu tilgen.
Wir haben deshalb zur weiteren Finanzierung Bausteine im Werte von 1,- DM, 2,- DM, 5,- DM und 10,- DM
zu vergeben, die bei den untengenannten Verwaltungsmitgliedern und im Sportheim erhältlich sind. Es bleibt uns leider keine andere Möglichkeit offen, als auf diesem Wege bei Ihnen anzuklopfen und um eine Spende zu bitten, sodass auch Sie einen Teil zu unserer Finanzierung beitragen können.

Wir sind von Herzen für jede Geldspende dankbar, die Sie für uns übrig haben."
Die Verwaltung von 1967/68 Hugo Hildenbrand, Willi Pfettscher, Karl Reinschmidt, Richard Kehrer, Michael Greilach, Gerhard Stieber, Heinz Gaukel, Jochen Wagner, Siegfried Frick, Max Hildenbrand, Rudi Röhl, Karl Antonowitsch, August Mohrhardt, Jürgen Mohrhardt, Otto Schick, Franz Werner.

Im geselligen Bereich war in Büchig in diesen Jahren noch Einiges anders, denn der VSV konnte damals zusammen mit der Lyra eine gemeinsame Weihnachtsfeier ausrichten, was auch einige Jahre so gehandhabt wurde. Im Wesentlichen wurden diese Abende von auswärtigen Theatergruppen gestaltet.

19701970 wurde nun auch eine eigene Tischtennisabteilung gegründet. Trainings- und Spielort war die vereinseigene Halle beim Vereinsheim. Mit zunehmenden Jahren und vielen Erfolgen, vor allem der Damenmannschaften, konnte man nach dem Erstellen der Schulsporthalle dort seine erfolgreichen Aktivitäten weiter fortführen.
Die VSV-Halle entsprach zudem auch nicht mehr den Voraussetzungen für optimalen Tischtennissport. Auch im Stutenseepokal sind die Büchiger Tischtennisdamen seit Jahren einsame Spitze.
1977
Im Jahre 1977 machten sich erstmals verschiedene Vereinsmitglieder Gedanken über eine Tennisanlage. Aus Platzmangel konnte dieses Vorhaben bis zum heutigen Tage nicht verwirklicht werden. Im Jahre 1978 wurden die ersten Pläne gefasst das Clubanwesen zu vergrößern und eine Wohnung anzubauen.
Auch schon damals gab es verschiedene Meinungen, wie der Anbau aussehen soll. In der Zwischenzeit liefen verschiedene behördliche Dinge, die ebenfalls Zeit in Anspruch nahmen.

1979Im Jahre 1979 hatte der VSV Büchig übrigens insgesamt 284 Mitglieder. Die Gymnastikabteilung hatte daran einen Anteil mit 34 aktiven Turnerinnen.
A-Jugend im Jahre 1979
In Sachen Fußball gab es neben den beiden Seniorenmannschaften eine A-Jugend (Foto) die in einem Entscheidungsspiel gegen Eggenstein in Friedrichstal von Schiedsrichter Fux durch eine bis heute unfassbare Fehlentscheidung die ihres gleichen sucht, um die Meisterschaft gebracht wurde (unglaublich dass dieser einmal Bundesliga pfeifen sollte).

Im Jugendbereich tat sich dann einiges beim VSV, denn inzwischen verfügte man über eine F- E- und D-Jugendmannschaft.
1981
Nun waren auch die Planungen für den Anbau abgeschlossen und Baubeginn für die Erweiterung mit Wohnung war im Frühjahr 1981. Richtfest für diese Baumaßnahme war im März 1982. 1981 kam es in Büchig zu der Überlegung, ob nicht auch im Dorf ein Straßenfest stattfinden soll, welches 1983 tatsächlich stattfand.

1985Das erste Büchiger Straßenfest im alten Ortskern wurde zu einem vollen Erfolg und wurde in den Jahren 1985 und 1987 nochmals veranstaltet. In diesem Jahre wurde die Leichtathletikgruppe belebt, indem eine Läufergruppe ins Leben gerufen wurde. Nicht nur im Bereich Fußballjugend wurde der Zuspruch größer. Auch wurde eine Gruppe "Kinderturnen" eingeführt wo auch die Jüngeren Freizeitausgleich beim VSV finden sollten. Inzwischen hatte der VSV 362 Mitglieder, davon 97 Jugendliche. Trotzdem reichte es nicht immer, eine komplette Mannschaft zu stellen, so dass man eine Spielgemeinschaft einging. Nach Unstimmigkeiten wurde aber innerhalb kurzer Zeit der Partner gewechselt. In Sachen Weihnachtsfeier musste sich der VSV wegen der großen Nachfrage und den beengten Räumlichkeiten von der Lyra wieder trennen. Da Büchig noch selbst nicht so viele „Schauspieler“ hatte, war man auf Theatergruppen aus dem Umland angewiesen, die unsere Gäste in Stimmung bringen sollte.

1986Die Läufergruppe hatte sich inzwischen so etabliert, dass im Jahre 1986 der 1. internationale Volkslauf auf Büchiger Gemarkung stattfand.
Der Verein bekam immer mehr Zulauf, so dass auch im Bereich Fußball die Erwartungen höher geschraubt wurden. Endlich, im Jahre 1991 konnte der erste Aufstieg beim VSV-Fußball gefeiert werden. Der Verbleib in der A-Klasse dauerte zwar nur 2 Jahre - aber immerhin. Zwischenzeitlich musste zwar wegen fehlenden Spielerinnen das Damenfußballspiel eingestellt werden. Neu aufgenommen ins Freizeitangebot beim VSV wurde aber eine Gruppe „Männergymnastik“. Die vielen Mitglieder, nämlich inzwischen 670, ermöglichten es, dass der VSV seine Weihnachtsfeiern selbst gestaltete, indem Sketche und kleinere Theaterstücke von Einheimischen aufgeführt wurden. Natürlich wurde auch dieses Vorhaben immer professioneller und inzwischen ist die bestehende Theatergruppe eine feste Größe im Vereinsleben. Auch gibt es inzwischen seit vielen Jahren die bekannte Winterfeier der Fußballer. Nicht selten staunen die Anwesenden über die Fähigkeiten oder Gesangskünste der Fußballer und deren Frauen.
Thomas SommerlattDas in früheren Jahren Erbaute war in der Zwischenzeit natürlich mehrmals zu renovieren, teilweise sogar abzureißen, was in den letzten Jahren die meisten Mitgliedsbeiträge im Verein verschlang. Doch auch unsere Gäste, ob aktiv oder passiv, sollen sich auf unserem Gelände wohl fühlen.

1998Für die ganz Kleinen gibt es nun auch einen Spielplatz, der in ehrenamtlicher Arbeit 1998 erbaut wurde. Inzwischen hat der VSV über 900 Mitglieder. Sportmöglichkeiten gibt es für alle Altersgruppen.
So bietet der VSV derzeit an: Fußball, Gymnastik, Leichtathletik und Tischtennis. Wahrscheinlich erklärt das große Angebot den Zulauf beim VSV. Natürlich hat jede Medaille 2 Seiten, denn das Platzangebot zum Fußballtraining ist wie zu Gründerzeiten nicht mehr ausreichend, so dass in langen Verhandlungen mit den angrenzenden Eigentümern und der Stadtverwaltung seit einiger Zeit krampfhaft versucht wird Gelände für einen neuen Sportplatz zu bekommen, was bis heute noch nicht gelang.

Einen richtigen Aufschwung bekam die Fußballabteilung mit der Verpflichtung von Thomas Sommerlatt (Foto) als Spielertrainer und Neubesetzung der Verantwortlichen. So hatte man das Ziel Aufstieg in die A-Liga als mittelfristiges Ziel. Der Aufstieg der ersten Mannschaft wurde dann im Spieljahr 1998/99 souverän erreicht und nach dem die Meisterschaft bereits drei Spieltage vor Saisonende feststand, waren die letzten Wochen richtige Festtage bei der Fußballabteilung.

Im Jahre 1998 wurde auch ein Spielplatz für die kleinen eingerichtet, nachdem der Platz hierfür vom Eigentümer zur Verfügung gestellt wurde.

2000Im Jahre 2000 schaffte es der VSV nach langen Diskussionen einen Förderverein zu gründen, dessen Aufgabe es ist für den VSV finanzielle Mittel zu beschaffen, was in der heutigen Zeit unbedingt erforderlich ist. Immerhin hat der Förderkreis 20 Mitglieder, die gleichzeitig auch als Gründungsmitglieder geführt sind.
Zurückblickend auf die vergangenen 50 Jahre darf behauptet werden, dass es beim VSV wie bei einer größeren Familie zugeht. Die Aktiven, in sämtlichen Sparten, betreiben ihren Sport aus Spaß an der Freude und nicht aus kommerziellen Gründen, wie dies heute sehr oft an der Tagesordnung ist. Beweis: Viele Aufstiege und Turniersiege durch die Abteilung Tischtennis. Rücktritte bei den Ehrenamtlichen gab es schon kurz nach Vereinsgründung und wird es auch noch in den nächsten Jahren geben, denn das Ehrenamt ist eine undankbare Aufgabe. Gibt es aber keine Ehrenamtlichen mehr, so hat ein Verein keine Überlebenschance und uns geht ein Stück an Kultur verloren!!! Die Fußballabteilung baute ein Verkaufshäuschen mit einem Büro, versehen mit einer Pergola für die Zuschauer.

2002Wolfgang DietzStutenseepokal erstmals gewonnenEinen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte wurde 2002 erreicht. Zum ersten Mal gewann der VSV Büchig den Stutenseepokal.
Im Finale bezwang man den SV Blankenloch im Elfmeterschießen.
Trainer der erfolgreichen Mannschaft war damals Wolfgang Dietz, der Thomas Sommerlatt (Karriereende nach dem Büchiger Engagement) ablöste.
Die frühere Reservemannschaft spielt nun in der neu gegründeten C-Klasse und spielt dort eine gute Rolle.

2004Spielertrainer Jan MüllerDen allergrößten Erfolg in der Vereinsgeschichte des VSV Büchig feierte man am Ende der Saison 2003/04.
Hier konnte man die Meisterschaft und den erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga (heute Kreisliga) am letzten Spieltag beim 4:2-Erfolg beim FC West perfekt machen.
Großen Anteil daran hatte Spielertrainer Jan Müller (Foto), der gleich im ersten Jahr diese Sensation gelang.
Leider musste man nach einem Jahr Zugehörigkeit wieder in die Kreisklasse A absteigen, obwohl der Klassenerhalt leichter zu realisieren gewesen wäre als man dies geglaubt hatte. Denn nur zwei Siege mehr und der VSV hätte den Klassenerhalt gesichert.
Auch die zweite Mannschaft spielt seit Jahren in der Spitze mit. Die Pergola am Verkaufsstand wurde wie immer in Eigenarbeit erweitert. Hierbei gilt ein Dank den Sponsoren die das Material stifteten.

Spatenstich und Freigabe des neuen Sportgeländes mit den Vorständen Michael Greilach (links.), Hajo Wintersinger (3. von links) und Oberbürgermeister Klaus Demal (rechts)Am 10. September 2004 erlebte der VSV Büchig ein Meilenstein in seiner jungen Vereinsgeschichte. An diesem Tag erfolgte der Spatenstich für das neue Sportgelände. Großen Anteil daran hatte Vereinsvorsitzender Hajo Wintersinger, der sich jede freie Minute mit diesem Thema "Neues Sportgelände" befasste und mit der Stadt Stutensee in Verhandlungen stand. Es wurde eine neuer Trainingsplatz mit Ricotenbelag und Flutlichtanlage sowie ein neues Rasenspielfeld erstellt. Um das ganze Sportgelände wurde ein Gitterzaun montiert. Dieses Vorhaben wurde hauptsächlich von den Verantwortlichen der Fußballabteilung in die Tat umgesetzt. Hierbei leisteten ab und an die Junioren und die AH Unterstützung. Zudem wurde auf der Seite zum ehemaligen alten Sportplatz auf dem Garagenerdwall eine Tribüne errichtet. Somit wurden wesentlich bessere Voraussetzungen für die Fortführung der guten Jugend- und Seniorenarbeit geschaffen.

2006Neben diesen vielen positiven Entwicklungen gab es in diesem Jahr (2006) auch eine sehr nachdenkliche Hiobsbotschaft. Zum ersten Mal wird kein Juniorenturnier im Sommer vor dem Sportfest stattfinden. Als Grund hierfür wurde keinerlei Unterstützung der Eltern der Juniorenspieler angegeben. Bedauerlich! Seit der Saison 2005/06 werden die beiden Seniorenmannschaften von Matthias Gaiser trainiert. Die erste Mannschaft konnte das gesteckte Mindestziel nicht ganz erreichen und belegte mit doch großem Rückstand zur Spitze den sechsten Tabellenplatz. In dieser Serie wurde die zweite Mannschaft Zweiter und scheiterte nur knapp am Aufstieg in die Kreisklasse B. Dieses Ziel will man aber weiter im Auge behalten. In der darauffolgenden Saison 2006/07 belegte der VSV einen fünften Tabellenplatz und hatte wieder viel Luft nach oben. Hier erzielte man die zweitmeisten Tore, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen. Bereits in der Winterpause entschied man sich für einen Trainerwechsel nach Saisonende.

2007Der neu verpflichtete Trainer Silvijo Kota konnte die in ihn gesetzten Erwartungen in der Frühphase der Saison 2007/08 nicht erfüllen. Dies hatten sich die Verantwortlichen anders vorgestellt. Die Mannschaft päsentierte sich in einem schlechten Zustand und spielte von Beginn an gegen den Abstieg. Hier mussten die Verantwortlichen handeln und die Reißleine ziehen. So trennte sich der VSV frühzeitig von Kota. Glücklicherweise konnte Ex-Coach Jan Müller schnell für das Traineramt gewonnen werden. Er brachte die Mannschaft wieder auf Vordermann und konnte mit ihr frühzeitig den Klassenerhalt sichern.

2008Auch bei den Junioren wurden nach der Saison 2007/08 Konsequenzen gezogen. Die jahrelange Spielgemeinschaft mit dem SV Blankenloch wurde nach immer mehr werdenden Querelen aufgelöst.
Spielertrainer Siegfried BeckerFür die Saison 2008/09 wurden fünf Mannschaften dem Fußballkreis gemeldet: A-, C-, D-, E-, und eine F-Juniorenmannschaft. Zudem betreut man auch noch die Bambinis. Leider musste während der Saison die C-Junioren-Mannschaft aufgrund mehrerer negativer Zwischenfälle vom Spielbetrieb abgemeldet werden.

Für die Saison 2008/09 verpflichtete der VSV Büchig Siegfried Becker (Foto) und dies erwies sich von Beginn an als ein Glücksgriff. Selbst die größten Kritiker scheuten sich nicht mit Lob. Der neue Büchiger Übungsleiter führte mit der Viererkette ein neues Spielsystem ein, dass auch im Verlauf der Vorrunde gut funktionierte. Die Mannschaft zeigte sich in sehr guter körperlicher Verfassung und stellte die Verantwortlichen, bis auf wenige Ausnahmen, durch ihre Leistung zufrieden. In der Winterpause belegte man einen hervorragenden fünften Tabellenplatz gegen starke und ziemlich ausgeglichene Konkurrenz. Am Ende der spannenden und hochinteressanten Saison belegte die erste Mannschaft einen hervorragenden vierten Tabellenplatz und verpasste am letzten Spieltag durch eine 3:4-Heimniederlage gegen Hochstetten den Sprung auf Platz drei. Diesen konnte sich die zweite Mannschaft wieder zurückerobern. Auch hier wäre mit mehr Engagement und einer besseren Einstellung mehr drin gewesen. Trainer Siegfried Becker und die Verantwortlichen der Fußballabteilung einigten sich bereits im Frühjahr für eine weitere Zusammenarbeit in der Saison 2009/10. In dieser wird Klaus Knittel die zweite Mannschaft als Ko-Trainer übernehmen. Neu im Jahr 2008 war beim Sportfest und der traditionellen Volksläufe die erstmalige Einführung des Halbmarathonlaufs, der zurzeit immer beliebter wird bei den Laufinteressierten. Trotz einer parallel verlaufenden höher angesiedelten Laufveranstaltung waren die Verantwortlichen der Leichtathletikabteilung mit dem Zuspruch zufrieden.

2009Das zweite Mal StutenseepokalsiegerVor der Saison 2009/10 konnte der VSV Büchig unter Spielertrainer Siegfried Becker den Stutenseepokal zum zweiten Mal gewinnen. Im Endspiel siegte man gegen den Landesligisten FC Spöck im Elfmeterschießen. In der darauffolgenden Saison belegte die erste Mannschaft nach 16 Spieltagen einen hervorragenden zweiten Tabelenplatz zur Winterpause. Immer wieder musste man durch Verletzungen und Erkrankungen vor allem die Viererkette umstellen, umso erstaunlicher die erbrachte Leistung.
Auch die zweite Mannschaft belegte den zweiten Platz musste aber im Spitzenspiel gegen den FC West II die Punkte dem Gegner überlassen, da man aufgrund vieler verletzter und kranker Spieler keine Mannschaft stellen konnte.

20101. Vorsitzender des VSV Büchig, Hajo Wintersinger, verstarb plötzlichErschüttert wurde der VSV Büchig am 10. März 2010 vom plötzlichen und überraschenden Tode seines Vorsitzenden Hajo Wintersingers, der im Alter von 65 Jahren verstarb.
Die Fußballabteilung sagte daraufhin ihre Winterfeier ab die drei Tage später stattfinden sollte. Ebenso wurde die Jahreshauptversammlung verschoben.
Am Dienstag, 16. März 2010 nahm der VSV Büchig bei der Trauerfeier Abschied seines verdienstvollen Vorsitzenden. Seinem großen und unermüdlichem Engagement war und ist es zu verdanken, dass man im Jahre 2004 das große Ziel, neues Sportgelände, verwirklichen konnte.
Zur Nachfolge Wintersingers stellte sich Thomas Frank als neuer erster Vorsitzender zur Verfügung.
   
Hocherfreut war man im Lager der Fußballabteilung, denn mit dem vorzeitigen Erreichen des zweiten Platzes hatte man die Aufstiegsspiele zur Kreisliga sicher. Hier traf man auf einen starken Gegner namens FV Ettlingenweier der eine überragende Rückrunde spielte. In zwei hochinteressanten und spannenden Aufstiegsspielen war der FV Ettlingenweier am Ende der glücklichere Sieger nach Elfmeterschießen. Das Hinspiel endete in Büchig vor über 650 Zuschauern mit einem 3:3-Unentschieden, wobei Ettlingenweier der Ausgleich in der Nachspielzeit unmittelbar vor dem Abpfiff gelang. Im Rückspiel vor ebenfalls über 600 Zuschauern war der VSV sehr nervös und Ettlingenweier dominierte zunächst das Spiel und führte durch einen nicht berechtigten Strafstoß mit 1:0, bis VSV-Spielertrainer per Kopf das 1:1 erzielte und seine Schützlinge fortan die besseren Chancen besaß. So kam es zur Verlängerung die dann wegen eines Gewittereinbruchs für eine halbe Stunde unterbrochen werden musste bis es weitergehn konnte und zum Elfmeterschießen kam. Trotz allem eine grandiose Saison der ersten Mannschaft.
Die zweite Mannschaft wurde am Ende der Saison 2009/10 Dritter.

Als Mitfavorit startete der VSV Büchig dann in die Saison 2010/11 nach dem hervorragenden abgelaufenen Spieljahr 2009/10. Nach der Vorrunde belegte man einen guten vierten Platz in Lauerstellung. Aber die Konkurrenz war in dieser Saison wieder sehr stark, so dass nur der Spitzenreiter TV Spöck sich souverän zeigte. Der VSV Büchig belegte abgeschlagen den fünften Tabellenrang.

2011In der Saison 2011/12 ging der VSV Büchig erneut als Mitfavorit auf die Meisterschaft in die Punkterunde. In der Hinserie bestätigte man diese Favoritenstellung mit dem zweiten Tabellenplatz und punktgleich mit dem Rangersten FV Hochstetten zur Winterpause.

Zum ersten Male seit der Einführung der Weihnachtsfeiern des Gesamtvereins fand im Jahre 2011 erstmals keine Weihnachtsfeier statt, was natürlich sehr zu bedauern war. Leider konnten keine Mitglieder gewonnen werden um die Weihnachtsfeier zu organisieren und mitzuwirken.

Die Rückrunde konnten die Fußballer nicht mehr so erfolgreich gestalten und landeten am Saisonende erneut auf dem fünften Tabellenplatz.

2012Für die Saison 2012/13 hatte sich die Fußballabteilung des VSV Büchig personell verändert.
Nejat Yüksel löste Siegfried Becker als Spielertrainer ab und neue Spieler konnte man auf Büchiger Seite integrieren.
Trainer Nejat YükselFür die zweite Mannschaft brachte der neue Spielertrainer Yüksel Yalcin Demirkiran als Co-Trainer mit und dadurch erhoffte man sich wieder eine bessere Zusammengehörigkeitsgefüge der Zweiten. Leider ließ sich die Zweite nach gutem Start zu oft hängen, so dass hier die Enttäuschung doch überwog.
Natürlich wurde der VSV wieder neben einiger anderer Vereine als großer Mitfavorit auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg gehandelt.
Allerdings konnte man die Erwartungen nicht ganz erfüllen und hatte zur Winterpause als Tabellenfünfter zehn Punkte Rückstand auf den Rangersten, allerdings ein Spiel weniger ausgetragen. Negativ wirkte sich die Heimbilanz aus, da man nur drei Spiele gewinnen konnte und vier Mal dem Gegner die Punkte überließ. Am Ende belegte man einen enttäuschenden siebten Tabellenplatz nachdem man mehr als zehn Spiele in Folge nicht gewinnen konnte. Kuriosum: in der Auswärtsbilanz war der VSV die Topmannschaft.
Die zweite Mannschaft hingegen überzeugte und begeisterte teilweise und verlor nach der Winterpause kein Spiel und wurde Vizemeister.

2013Ex-Profi Sean DundeeFür viele schlug die Nachricht „Sean Dundee zum VSV Büchig“ wie eine Bombe ein. Das „Torkrokodil“ wie der Ex-Profi des KSC früher genannt wurde, hält sich beim A-Ligisten VSV Büchig fit. Dundee der unter dem damaligen Bundestrainer Berti Vogts eine Einladung zur Nationalmannschaft erhielt und in der damaligen A2-Nationalelf sein Debüt gab, trainiert bereits mit der Mannschaft des Karlsruher A-Ligisten im Büchiger Sportpark an der Waldstraße. Dundees Pass, der zuletzt beim AmaZulu Football Club in Durban (Geburtsstadt in Südafrika), die Kickstiefel schnürte, ist bereits beantragt. Spielberechtigt ist er für den VSV.
Am kommenden Sonntag, 17. November 2013 soll nun doch der erste Einsatz des ehemaligen Torjägers im Heimspiel gegen den VfB Grötzingen erfolgen, so die Verantwortlichen um VSV-Trainer Nejat Yüksel, der den Dundee-Coup als alter Bekannter mit einfädelte. Yüksel spielte zu Dundees KSC-Zeiten bei den dortigen Amateuren.
Sean Dundees erster Einsatz für den VSV Büchig im Heimspiel gegen den VfB GrötzingenNach dem Abgang Dundees von Karlsruhe sind die Verbindungen nach Büchig eigentlich nie abgebrochen. Seine damalige Lebensgefährtin und der gemeinsame Sohn leben im Stutenseer Stadtteil Büchig. Dundees Sohn spielt bei den Büchiger E-Junioren. VSV-Trainer Yüksel sprach „Crocodile Dundee“ beim Zuschauen seines Sohnes an und fragte ihn ob er nicht Lust hätte beim VSV mitzutrainieren und zu spielen.
Auf die Auftritte des ehemaligen Torjägers in der Kreisklasse A1 darf man gespannt sein. Auf jeden Fall darf sich der VSV Büchig enormer Beachtung klar sein. Und die berechtigten Aufstiegschancen die unsere Mannschaft schon seit Jahren begleiten, dürften mit der Verpflichtung Dundees weitere Nahrung erhalten haben. Beim VSV Büchig und Trainer Yüksel ist man sehr erfreut über dies „Coup“, dennoch tritt Abteilungsleiter Stephan Bieringa berechtigterweise auf die Euphoriebremse. Eine Bereicherung wäre Dundee beim VSV Büchig und der Liga auf jeden Fall. Dundee, der in knapp vier Wochen 41 Jahre alt wird, spielte unter anderem beim Karlsruher SC, FC Liverpool und beim VfB Stuttgart.
Mittlerweile sorgte das Engagement von Dundee beim VSV Büchig für nationales Aufsehen. In vielen Medien-, Web- und TV-Portalen wurde das "Comeback" von "Crocodile Dundee" veröffentlicht. Für einen weiteren Pressetermin vor Ort haben sich Medienvertreter beim VSV gemeldet.
Am Freitagabend war bereits ein Fernsehsender auf dem Vereinsgelände zugegen und auch im ersten Spiel Dundees gegen den VfB Grötzingen, das der VSV mit 1:0 gewann, war die Presse und Fernsehen vertreten. Zudem gab es zahlreiche Autogrammwünsche und Trikotanfragen, so dass der VSV entsprechende Trikots und Autogrammkarten anfertigen ließ.
Leider brachte in der Folge der Dundee-Effekt auf sportlicher Ebene nicht den gewünschten Erfolg. Von den drei noch vor der Winterpause absolvierten Spielen gewann der VSV nur das Derby gegen Blankenloch und verlor zweimal.

2014Auch der Nachholspielauftakt im Jahr 2014 brachte eine Niederlage beim Vorletzten, so dass sich der VSV frühzeitig aus der Spitzengruppe distanzierte. Zudem wartet man weiter vergebens auf den ersten Treffer Dundees in einem Pflichtspiel.
Im Frühjahr gaben dann Trainer Yüksel und der Verein bekannt, dass man sich nach der Saison 2013/14 einvernehmlich trennen wird.
Zudem konnte der VSV den Neuzugang und Jungtalent Keegan Ganesan aus Südafrika in Büchig begrüßen.

Im April stellten die Verantwortlichen den neu verpflichteten Trainer ab der Saison 2014/15 vor. Luka Vlahovic soll die erfolgreichen Jahre mit jungen Spielern fortsetzen. Als Neuzugänge konnte der VSV zwölf neue, junge Spieler begrüßen, allerdings hatten auch acht Akteure den Verein verlassen. An so eine Fluktuation kann man sich eiegntlich nicht erinnern.

Die zweite Mannschaft des VSV Büchig machte am 11. Mai 2014 mit einem 7:0-Kantersieg beim ASV Hagsfeld 2 die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisklasse B, endgültig perfekt.

Trainer Luka VlahovicEinen großen Aderlass musste der VSV für die Saison 2014/15 verbuchen, so dass ein Umbruch von statten gehen musste. Viele junge Spieler konnte man an den Verein binden. Nach gutem Saisonstart folgten aber elf sieglose Spiele und ein Abrutschen auf den 14 Tabelenplatz zur Winterpause. In dieser konnte man weitere Spieler verpflichten und nun startete man ein Serie von zehn Spielen ohne Niederlage. Am Ende landete man auf dem zehnten Tabellenplatz, der als Minimalziel vor der Saison ausgegeben wurde.
Die zweite Mannschaft musste nach ihrem Aufstieg gleich wieder in die C-Klasse absteigen. In der Hinserie musste man viel Lehrgeld bezahlen, in der Rückrunde war man in vielen Spielen auf Augenhöhe was auch die vielen knappen (6x 1:0-Niederlagen) Ergebnisse zeigten. Aber als reine C-Klassenmannschaft hatte man hier doch wenig Chancen die Klasse zu halten. Mit dem sofortigen Wiederabstieg hatte man hier also schon vor der Saison gerechnet.

Die Saison 2015/16 verlief wesentlich besser und nach der Vorrunde belegte man den fünften Tabellenplatz mit Tendenz nach weiter oben. In der Rückrunde musste man allerdings viele Federn lassen. Nur zwei Siege, neun Unentschieden und vier Niederlagen sorgten dafür, dass man am Ende auf den achten Tabellenplatz abrutschte und letztendlich im Niemandsland die Saison beendete.
Auch die zweite Mannschaft musste nach einem Jahr B-Klasse, eine durchwachsene Punkterunde durchstehen und kam am Saisonende ebenfalls auf den achten Tabellenplatz.

Als eine ganz schwierige Saison erwies sich die Saison 2016/17 für den VSV. Trotz guten Starts mit zehn Punkten aus vier Spielen wurde man anschließend regelrecht durchgereicht und stand mit 15 Punkten nach der Vorrunde auf dem 13. Tabellenplatz mit Tendenz nach unten, und nur zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Dies war die schlechteste Bilanz in der A-Klasse. In der Winterpause teilte Trainer Luca Vlahovic den Verantwortlichen mit, dass er am Saisonende sein Engagement beim VSV beendet. Neuer Trainer in der Saison wird nun Jens Pfattheicher, ehemaliger VSV-Spieler. Die Rückrunde indes verlief fast ähnlich, hier konnte man allerdings 18 Punkte einfahren, die am Ende sogar für einen etwas erfreulichen Platz neun reichten, da sich die Konkurrenz mit weniger Punkten zufrieden geben musste. Die Bilanz: 9 Siege, 6 Unentschieden, 15 Niederlagen. Weit unter den Erwartungen und noch weiter unter den vorgegebenen Saisonzielen der Verantwortlichen.
Die zweite Mannschaft belegte am Ende der Saison einen richtig guten sechsten Tabellenplatz und verfehlte den angestrebten Rang fünf nur um einen Zähler. 16 Siege, 6 Unentschieden und acht Niederlagen sorgten für eine zufriedenstellende Bilanz, die durchaus sogar noch besser hätte sein können.